Ringvorlesung Wintersemester 2026/2027
Gesundheit von Menschen mit Behinderung: Eine diversitätssensible Perspektive Teil 3
Wintersemeseter 2026/2027
LV-Nummer: 170.070
jeweils donnerstags 18.30h-20.00h in Präsenz und online,
außer am 17.03.26, 14.04.26, 12.05.26, 02.06.26 dienstags
Ort: Audimax, Erdgeschoß, Fritz-Pregl-Straße 3, A-6020 Innsbruck
Der Veranstaltungsort ist barrierefrei.
Für Personen, die nicht persönlich dabei sein können, ist eine Teilnahme per Livestream möglich. Alle Veranstaltungen werden in Österreichischer Gebärdensprache gedolmetscht. Für die Teilnahme an den Veranstaltungen werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt.
Bei Interesse an Schriftdolmetschung nehmen Sie bitte mindestens 2 Wochen vor dem gewünschten Vorlesungstermin Kontakt auf mit barbara.sauer-oberlechner@i-med.ac.at
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Do 8.10.2026, 18.30-20.00 Uhr
Multiple Sklerose im Lebensverlauf: Geschlecht, Lebensphasen und Behinderung, MS und Gendermedizin
Dr.in Franziska Di Pauli, PhD, Oberärztin an der Universitätsklinik für Neurologie, Abteilung Neuroimmunologie und MS, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich
Do 15.10.2026, 18.30-20.00 Uhr
Kommunikation mit Menschen mit Behinderung
Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Ludwig, MSc, MA, Professorin für Diversität in der Medizin, Direktorin Institut für Diversität in der Medizin, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich, Gründerin Women in Global Health Germany, Mitglied Women in Global Health Austria
Do 22.10.2026, 18.30-20.00 Uhr
Aufwind und Gesundheit für Alle: Initiativen zu mehr Barrierefreiheit und Inklusion an den Tirol Kliniken
Mag.a Karin Flatz, Mag.a Christina Mair-Tilzer, Tirol Kliniken und Inklusion: Projektleitung Gesundheit für Alle, Initiative aufwind, Tirol Kliniken GmbH, Innsbruck, Österreich
Do 5.11.2026, 18.30-20.00 Uhr
Strukturelle Barrieren in der Gesundheitsversorgung von Menschen mit Behinderung
Elisabeth Haas, BA, MA
Institut für Bildungswissenschaft, Universität Wien, Wien, Österreich
Do 12.11.2026, 18.30-20.00 Uhr
Menschen mit Behinderung und Partnerschaft
Oberrat Mag. Harald Hörmann, Universitätsklinik für Psychiatrie II, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich
Sabine Müller, diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester
Do 19.11.2026, 18.30-20.00 Uhr
Naturheilkundliche Ansätze und Aspekte der Geschlechteridentität
Dr.in phil. Rosina Sonnenschmidt, Heilpraktikerin, Autorin, Ehrenmitglied der Japanischen Kaiserlichen Homöopathie- und Medizingesellschaft (JPHMA)
Do 26.11.2026, 18.30-20.00 Uhr
Sexualisierte und ableistische Gewalt bei Frauen* mit Behinderung
Jennifer Birke, PhD, Institut für Diversität in der Medizin, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich
Frauen* mit Behinderungen erleben deutlich häufiger Gewalt als Frauen* ohne Behinderungen; Studien sprechen von einem zwei- bis fünffach erhöhten Risiko. Besonders relevant sind sexualisierte und ableistische Gewaltformen, die an Geschlecht und Behinderung zugleich anknüpfen. Frauen* mit Behinderungen werden häufig entmündigt, sexualisiert oder in ihrer Selbstbestimmung eingeschränkt. Im Vergleich zu Männern mit Behinderungen sind sie zudem mit spezifischen geschlechtsspezifischen Risiken und Barrieren konfrontiert. Der Vortrag beleuchtet Formen, Ursachen und Folgen dieser Gewalt sowie zentrale Implikationen für Prävention, Schutz und Unterstützung.
Do 3.12.2026, 18.30-20.00 Uhr
Gesundheit von Personen aus dem Neurodiversitätsspektrum: Geschlechter- und Diversitätsaspekte
Maëva Roulin, Psychologin, GENEPSY Savoie – Business Corner, Challes-les-Eaux, Frankreich
Do 10.12.2026, 18.30-20.00 Uhr
Erfahrungen und Bedarfe von Frauen* mit Behinderung in der Gesundheitsversorgung
Magda Leitner, Projektmanagerin beim FmB – Interessensvertretung Frauen* mit Behinderungen, Leitung AG Gesundheit & Gender Medizin, Wien, Österreich
Do 17.12.2026, 18.30-20.00 Uhr
Von der Behindertenbewegung zu den Disability Studies: Körper und Geschlecht im Diskurs
Univ.-Prof.in Dr.in Lisa Pfahl, Univ.-Prof für Erziehungswissenschaft, Disability Studies & Inklusive Bildung, Leopold Franzens Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich
Do 7.1.2027, 18.30-20.00 Uhr
Internationale Beispiele für barrierefreien Zugang zur Gesundheitsversorgung und inklusives Krisen- und Katastrophenmanagement
DI Martin Morandell, Prof.in (FH) Mag.a Dr.in Ursula Costa, Institut für Innovation, Nachhaltigkeit & Transformation im Gesundheits- und Sozialwesen (InnTra), fhg – Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol GmbH, Innsbruck, Österreich
Do 14.1.2027, 18.30-20.00 Uhr
Anwältin für Gleichbehandlungsfragen für Menschen mit Behinderungen – Unterstützung bei Diskriminierungserfahrungen
Mag.a Christine Steger, Anwaltschaft für Gleichbehandlungsfragen für Menschen mit Behinderungen – Behindertenanwaltschaft
Im Rahmen Ihres Vortrags wird die Anwältin für Gleichbehandlungsfragen für Menschen mit Behinderungen, Frau Mag.a Christine Steger, einen Einblick in ihre Arbeit geben. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen mit Diskriminierung und die Frage, welche Möglichkeiten Menschen mit Behinderungen haben, dagegen vorzugehen. Anhand von Beispielen aus der Praxis wird gezeigt, wie diese Unterstützung und die rechtlichen Möglichkeiten konkret aussehen und welchen Beitrag die Behindertenanwältin und das Instrument der Schlichtung zu mehr Gleichbehandlung und Teilhabe leisten können.
Do 21.1.2027, 18.30-20.00 Uhr
Gehörlose und hörbeeinträchtigte Menschen im Krankenhaus: Was eine gute und sichere Versorgung braucht. Erkenntnisse aus Evaluation und Praxis der Gehörlosenkoordination
Gilles Bernard, BSc, MA, Tirol Institut für Qualität im Gesundheitswesen, fhg – Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol GmbH, Innsbruck, Österreich
Tanja Plangger, die Gehörlosenkoordinatorin, Tirol Kliniken GmbH
Do 28.1.2027, 18.30-20.00 Uhr
Emotionen, Macht und Partizipation in der Kinder- und Jugendhilfe: Impulse für eine diversitätssensible Professionsentwicklung
David Furtschegger, PhD, Institut für Diversität in der Medizin, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich
Die Kinder- und Jugendhilfe hat den Auftrag, die psychische und physische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in sozialen Problemlagen bestmöglich zu fördern und sie an der Gestaltung entsprechender Unterstützungsleistungen zu beteiligen. Der Vortrag argumentiert auf Basis eines europaweiten Forschungsprojekts, dass die Erreichung dieses Ziels durch einseitige Machtbeziehungen und daraus entstehende emotionale Teilhabebarrieren erschwert wird. Daran anschließend werden einige Faktoren für eine Professionsentwicklung skizziert, die verschiedene Formen von Ungleichheiten stärker berücksichtigt und dadurch demokratischere und effektivere Hilfesysteme ermöglichen könnte.